ARD-Sendung „RABIAT“ feministisch durchsetzt

Seit 2018 beschäftigt sich die ARD-Sendung RABIAT mit gesellschaftlichen und politischen Themen, ausgerichtet auf ein jüngeres Publikum. Berichtet wird etwa über Cyber-Mobbing oder Klimaerwärmung.

Rabiat im eigentlichen Sinne ist auch die jüngste Folge der Sendung – beim Ex­er­zie­ren von feministischer Propaganda und Begriffe. Damit verschenkt die Dokumentation das Potenzial, welches das die Entwicklung der Geschlechterrollen als Thema bietet. Die vorherige RABIAT-Folge zu häuslicher Gewalt war in Anbetracht des Themas noch sehr differenziert ausgefallen.

Ein paar Beispiele zu den Inhalten der Folge:

  • Radikalfeministische Thesen wie die Toxische Männlichkeit oder geschlechterabhängige Bezahlung werden angeführt. Die Validität dieser Behauptungen wird nicht hinterfragt.
  • Ein rechtsradikale Gewalttäter wird als negatives Abbild von Männlichkeit herangezogen, obwohl dessen Verhalten nicht vielfach nur strafbar sondern auch die absolute Ausnahme ist. Dass beispielsweise im Beitrag (ausschließlich) männliche Polizisten mit gezogener Schusswaffe den Baseballschläger-Nazi stoppen wird nicht als Männlichkeit anerkannt.
  • Pauschale Geschlechterquoten für Literatur werden eingefordert, weil der RABIAT-Reporter feststellt, dass nur ein Drittel seiner Literatur von weiblichen Autoren stammt. Das in einem freien Land nicht zwangsläufig die Hälfte der Bücher von Frauen geschrieben ist, wird ignoriert. Und für welche Bücher sich der Halter des Bücherregals eigentlich interessiert, spielt schon gar keine Rolle.
  • Wirtschaftliche und soziale Verhältnisse werden ignoriert. Wenn ein dortmunder Kommunalbeamter bereits um 6 Uhr am Schreibtisch sitzt um am Nachmittag Zeit für seine Kinder zu haben, dann bedeutet das leider nicht, dass alle berufstätigen Eltern diese zeitliche Flexibilität gewährleisten können.
  • Die Bedeutung des Verhaltens der Frauen wird überall ausgeblendet, wo dieses Verhalten nicht zur feministischen Ideologie passt, etwa in der Wirkung der Frauen als Mutter und in ihren Präferenzen als Partnerin. Machen das andere, würden Feministen sofort kritisieren, dass Frauen durch die Ausblendung unsichtbar gemacht werden.

Einige Auszüge aus den Kommentaren zu der Dokumentation im ARD-Forum:

Der Film bedient übelste Klischees und Zeugnis einer Feminisierung unserer Gesellschaft. Inzwischen gibt es gewaltbereite pubertierende Mädchen, dafür genügend verunsicherte Jungs, die nocht wissen, ob sie Männlein sein dürfen oder lieber doch nicht. Unsere Gesellschaft läßt genauso wenig Individualismus zu wie die Gesellschaftsform, die aus alten Tagen stammt und auf’s schärfste wieder und wieder verurteilt wird. Männer, Frauen, Frauen, Divers, … wann reden wir mal von Menschen?

ecclesius

[S]eltsam um was der Autor sich Gedanken macht. Ich fand die Doku wenig aufschlussreich und wenig unterhaltsam. Es gibt sicher bessere SelbstfindungsDokus.

[…]

Der Autor ist mir sympathisch aber die Doku hat keine klare Richtung. Planlos und nichts neues. Der Titel war vielversprechend, wurde aber nicht erfuellt

Frederick27

Die weibliche Rollen dabei wird in der Reportage leider vernachlässigt.

Ole

Ich hatte mir von der Sendung fortchrittlicheres erwartet. Über das Stadium der Pathologisierung sollten wir langsam hinaus sein.

Klaus

Wenn so der neue Mann aussehen soll, möchte ich keine Frau mehr sein.

Amanda Derr