Star Wars: feministische Agenda bei Disney unter Druck

Aktuell verdichten sich Hinweise darauf, dass Disney genug vom feministischen Einfluss auf seine Filme hat. Kathleen Kennedy, die Präsidentin von Lucasfilm soll aus der Produktion zukünftiger Star-Wars-Werke ausgeschlossen worden sein. Kennedy gilt als Anhänger feministischer Ideologie und deren Anwendung in der Filmproduktion. Sie hatte sich destruktiv und spaltend über die Fangemeinde geäußert.

I don’t feel that I have a responsibility to cater in some way. I would never just seize on saying, ‚Well, this is a franchise that’s appealed primarily to men for many, many years, and therefore I owe men something.

Kathleen Kennedy in der New York Times, 2016

Ihr aktueller Vertrag läuft 2021 aus und wird vermutlich nicht verlängert. Für zukünftige Lucasfilm-Projekte soll die Macht mit Urvater George Lucas sowie Jon Favreau und Dave Filoni sein.

Disney reagiert damit nicht nur auf die pandemiebedingte Umsatzkrise. Das Star-Wars-Franchise bleibt nach dem Kauf von Lucasfilm durch Disney für gut 4 Mrd. Dollar hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zurück. So spielte Epsisode VI – Return of the Jedi 1983 noch fast das zehnfache seines Filmbudgets an den US-Kinokassen ein, international fast das 15-fache. Das Sequel-Finale* Episode IX – The Rise of Skywalker hingegen brachte 2017 in den USA nicht mal das Doppelte seines Budgets ein, die Umsätze weltweit nur knapp das Vierfache. Auch viele Fans kritisierten die neue Triologie scharf und die Filmbewertungen auf Onlineportalen spiegeln diese Meinung wieder.

Disney-Chef Robert Iger äußerte sich bereits 2018 selbstkritisch zum Thema Politik und Filme:

„I have felt […] that—I’ll call it Hollywood, which I said earlier I didn’t like stereotypes, but I’ll allow myself to be guilty on this one—has perhaps gone a little too far in infusing its stories with political themes that best reflect the positions of those in Hollywood and don’t necessarily reflect as effectively as they could the diversity of opinion that exists in the world.“

Council on Foreign Relations, Interview with Robert Iger

Wie schon viele Agenda-Filme zuvor fällt also auch das feministische Star Wars an den Kinokassen und bei den Fans durch. Kritisiert wird nicht nur durch die ideologische Prägung der Filme, sondern auch durch die Verdrängung des Stils und der Erwartungen an die Filmreihe. Sowohl die Story als auch die Filmcharaktere wirken aufgrund ihrer ideologisch vordefinierten Rollenmuster unglaubwürdig.

Die neue Disney-Triologie hat bereits negative Folgen für die Darsteller. Daisy Ridley, die Hauptdarstellerin der unter Disney abgedrehten Star-Wars-Triologie, hat aktuell Probleme in Hollywood neue Rollen zu bekommen.

* der Vergleich der beiden Sequel-Finale wurde gewählt, da dessen (Miss-)Erfolg auch die Erwartungen der Kinogänger aus den vorhergehenden Filmen widerspiegelt