USA: Feminismus schmälert erneut Wahlchancen des demokratischen Präsidentschaftskandidaten

Im April 2020 beschuldigte Tara Reade den designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten Joe Biden eines sexuellen Übergriffs gegen sie im Jahr 1993. Das bringt Biden in Erklärungsnot, denn er hatte sich 2018 zum Anhänger des Mottos „Believe Woman“ erklärt. Dieser Slogan war im Zuge einer feministischen Kampagne entstanden.

Diese Situation beschädigt die Glaubwürdigkeit von Joe Biden sowohl bei links-progressiven als auch moderaten Wählern. Sie liefert den Republikanern eine Steilvorlage für politische Angriffe. Damit schmälert der Feminismus erneut die Wahlchancen eines Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten. Bereits im Jahr 2016 hatte Hillary Clintons feministisches Profil ihre Wahlniederlage bei der Präsidentschaftswahl befördert [1] [2].

Feminismus stellt sich erneut als zerstörerische Falle für Politiker heraus, welche glauben sich so moralisch profilieren zu können. Profiteur ist am Ende die politische Konkurrenz, in diesem Fall erneut der republikanische Kandidat Donald Trump.

Hinzu kommt: Biden wird im laufenden Wahlkampf notgedrungen von Parteifreunden und Unterstützern gegen die Vorwürfe verteidigt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Vorwurf sexueller Übergriffe nur der Beschädigung politischer Gegner dient. Dies setzt die Glaubwürdigkeit einer solche Beschuldiung herab und kann tatsächliche Opfer daran hindern den Vorwurf zu erheben.