Corona-Krise: Feministische Prognosen zu häuslicher Gewalt floppen

Bereits mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen aufgrund des COVID-19-Virus wurden Stimmen laut, die vor einer Eskalation häuslicher Konflikte durch die Einschränkung des öffentlichen Lebens warnten. Feministen prophezeiten eine Welle der Gewalt und forderten einen Ausbau der Schutzmaßnahmen. Allmählich zeigt sich, dass diese Vorhersagen so nicht zutreffen und den Blick auf die Realität verengen.

Für eine abschließende Bewertung ist es zwar zu früh, die bisherigen Meldungen zur Entwicklung häuslicher Konflikte zeigen jedoch keinen Anstieg und erst recht keine Eskalation der Gewalt [1] [2] im Rahmen von #StayAtHome. Im Gegenteil gibt es sogar Hinweise darauf, dass die Zahl der Fälle sinkt [3] 4]. Der in manchen Berichten angeführte Anstieg in Ländern wie China ist nicht stichhaltig, da die dortigen Ausgangssperren viel massiver ausfallen. Völlig außer Acht gelassen wird, dass die schwierigen Umstände den Zusammenhalt vieler Paare und Familien stärken können. Das passt natürlich nicht in ein feministisches Weltbild, in welchem die Interaktion zwischen Geschlechtern primär negativ betrachtet wird.

Selbst in der kritischen Phase einer Pandemie wird feministisches Agendasetting betrieben, welches den Blick auf die tatsächliche Lage verzerrt. Derart einschneidende Ausgangsbeschränkungen dürften verschiedene häusliche Konflikte und andere menschliche Probleme zur Folge haben, etwa:

  • nervliche Dauerbelastung in Familien mit lebhaften Kindern und Teenagern,
  • in Städten Lagerkoller durch beengte Wohnverhältnisse bei begrenzt verfügbarem öffentlichen Raum,
  • Konflikte in Partnerschaften und zwischen getrennten Eltern,
  • Probleme durch die Isolation selbst, etwa bei Alten und allein lebenden Menschen sowie
  • persönliche Krisen durch den potenziellen Arbeitsplatz-Verlust oder Insolvenz

Die feministisch propagierte Eskalation häuslicher Gewalt kann dazu führen, dass keine angemessene Wahrnehmung und Reaktion auf diese Auswirkungen stattfindet. So werden bereits staatliche Unterstützungsgelder für Bedürftige [5] zur Finanzierung von Gewaltschutz umgeleitet [6]. Welche Wirkung diese nie dagewesenen Ausgangsbeschränkungen auf uns Betroffene hat, muss unbedingt ohne ideologische Verzerrungen beobachtet werden. Gegen Jahresende empfiehlt sich etwa ein Blick auf die Geburtenrate, vielleicht tauchen dort ja „Corona-Babies“ auf.